Die Ruine der Hohensyburg Die hochmittelalterliche Steinburg befindet sich oberhalb der Ruhr, die in den 1920er Jahren zum Hengsteysee aufgestaut wurde. Nach Süden fällt der Syberg unmittelbar vor der Steinburg steil und felsig in das Ruhrtal ab. Diese topographische Situation am Abschluss einer wild-romantisch wirkenden Felsformation vermittelte vor allem das Bild einer typischen "Ritterburg-Ruine". Die wissenschaftliche Bewertung der rechteckigen Burganlage aus örtlichem Ruhrsandstein erweist sich gleichwohl als schwierig. Hinzu kommt eine mehr als unzureichende Quellenlage. Dieser Umstand führt dazu, dass die Steinburg mehr Fragen aufwirft, als Antworten angeboten werden. Wahrscheinlich wurde die Steinburg zu Beginn des 12. Jahrhunderts erbaut. Durch wen und aus welchem Grund entzieht sich der Nachprüfung. Das adelige Geschlecht von Syburg wurde 1235 erstmalig im Zusammenhang mit der Steinburg urkundlich erwähnt. 1287/1288 erfolgte offenbar die Einnahme der Burganlage durch Graf Eberhard II. von der Mark, in dessen Territorium sich die Burg befand. Anscheinend spricht einiges dafür, dass die hochmittelalterliche Burganlage noch bis zu Beginn des 17. Jahrhunderts zumindest in Teilen genutzt wurde. Nach der Beschreibung des Hermann Fley aus dem Jahre 1640 handelte es sich jedoch hauptsächlich um eine Ruine.
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